EMA löscht über 200.000 Berichte zu Nebenwirkungen der Corona-Impfung

Europäische Behörde hat angeblich viele Doubletten ausgemacht und entfernt fast die Hälfte aller Myokarditis-Meldungen.
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Die EMA hat unter anderem fast die Hälfte aller Berichte über Myokarditis in Zusammenhang mit der Corona-Impfung gelöscht.Foto: istocks/Suze777
Von 3. April 2023

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Die Europäische Arzneimittel Agentur (EMA) hat offenbar eine hohe Zahl an Verdachtsfall-Reports zu Nebenwirkungen der Corona-Impfung gelöscht. Dies berichtet die Internetplattform „tranzparenztest.de“

Mit Stichtag 20. März 2023 hat die Behörde demnach 34 Prozent der Berichte zu Todesfällen entfernt. Dasselbe gilt für 30 Prozent der Kategorie „Lebensbedrohliche Fälle“, 23 Prozent der Mitteilungen zu andauernden Folgeleiden und 25 Prozent der Krankenhausaufenthalte. Bei der Meldung einzelner Krankheiten sei der Anteil innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) noch höher.

Ein Drittel der Infarkt-Meldungen verschwunden

Von den 11.447 Myokarditis-Verdachtsfällen verschwanden 5.230. Das entspricht einer Löschquote von rund 45 Prozent. Übrig bleiben also 6.217 – ein Wert, der weit unter den Meldungen der US-amerikanischen VAERS-Impfdatenbank liegt. Dort sind derzeit 26.636 Fälle von Myokarditis dokumentiert. Auch dort seien viele Berichte gelöscht worden. Dennoch weise VAERS ein Vielfaches an Fällen mehr auf als die große Datenbank der EMA.

Von insgesamt ursprünglich 17.951 der EMA gemeldeten Berichten zu Todesfällen seien nur noch 11.819 in der EudraVigilance-Datenbank gelistet. Die offenbar 6.132 gelöschten Datensätze entsprechen einem Anteil von 34 Prozent.

Außerdem verschwanden 33 Prozent der Meldungen zu Blutgerinnungsstörungen und 32 Prozent zu Infarkten.


 

„Kaum glaubwürdige“ Begründung

Nach den Angaben der EMA werden Fälle gelöscht, wenn diese als Duplikate erkannt oder vom ursprünglichen Melder, der übermittelnden Behörde oder dem meldenden Hersteller als ungültig zurückgezogen wurden. Auffällig sei jedoch, dass die große Anzahl und die ungleiche Verteilung der gelöschten Fälle im Widerspruch zur Deutung als zufällige Fehler stehe.

Es sei laut tranzparenztest.de „kaum glaubwürdig“, dass es so viele Duplikate gebe. Auch zurückgezogene Reports kämen „nur selten“ vor.

Am Tag der Überprüfung (20. März) fehlten in der Datenbank der EMA insgesamt 205.773 Berichte zu Impfnebenwirkungen. Darunter sind unter anderem 92.900 Löschungen zu schweren Nebenwirkungen, 8.497 zu lebensbedrohlichen Zuständen und 6.132 zu Todesfällen.

Diese Zahlen gehen aus den Datensätzen der Gruppe Impfnebenwirkungen.net hervor. Diese Gruppe wertet seit Beginn der COVID-Impfung systematisch die an die EMA gemeldeten Verdachtsfälle auf Grundlage der EMA-Rohdaten und der Berichte über unerwünschte Nebenwirkungen (Adverse Drug Reaction, ADR) aus.

EudraVigilance ist die Datenbank für Arzneimittelnebenwirkungen der EMA. Anders als in den Sicherheitsberichten der nationalen Arzneimittelbehörden besteht dort die Möglichkeit, die einzelnen Nebenwirkungsfälle in einer Tabelle (Line Listing Report) herunterzuladen.

Die gelöschten Reports ergeben sich aus der Differenz aller ursprünglich bei der EMA gelisteten und der noch gelisteten Berichte.

Untererfassung ist ein großes Problem

Ein großes Problem der Arzneimittel-Datenbanken sei die Untererfassung von Nebenwirkungen. Im Zusammenhang mit den Corona-Impfungen könnte das an verschiedenen Gründen liegen. Autoimmunerkrankungen, Nervenschäden und Störungen der Blutgerinnung entwickelten sich erst im Laufe der Zeit.

Sie werden daher nicht mit der Impfung in Zusammenhang gebracht. Auch könne die Meldung beim „derzeitigen gesellschaftlichen Klima“ aus Angst vor Stigmatisierung unterbleiben. Formale Fehler bei der Meldung könnten ein Grund für eine Löschung sein.

Auch die enge Verflechtung zwischen EMA, Pharmakonzernen und Lobbyorganisationen stehe einer Unabhängigkeit der Datenhaltung im Wege.

Laut „tranzparenztest“ gibt es zahlreiche weitere Beiträge zur Untererfassung. Daher sei die Dunkelziffer bei der Untererfassung als hoch einzuschätzen: Nach diesen Studien kämen rund 95 Prozent nicht gemeldete oder nicht erkannte Nebenwirkungen noch hinzu.

Bei der Meldepflicht von Impfnebenwirkungen des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) werden viele Nebenwirkungen wie Rötung, Schwellung und Schmerzen an der Einstichstelle, Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Mattigkeit, Unwohlsein, Übelkeit, Unruhe und Lymphknotenschwellungen ausgeschlossen.



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